Geschichte: ungenügend!

Folge 138: Big Cog Partyboot - Der archäologische Jahresrückblick 2025

Janny Imhoff

Nach vollzogener Schneeschmelze und Winterpause sind Eure wuseligen Geschichtspodcaster wieder da! Dieses Jahr hat Janny als guten Vorsatz, dass wir wieder auf 2wöchentliche Folgen kommen, mehr Merch machen, mehr live spielen und ein paar richtig niedrig hängende Früchte uns einverleiben. 

In dieser Folge machen wir aber erstmal den achäologischen Jahresrückblick 2025. Und weil Hammurabi und Tempel jeder kann machen wir ein ägyptisches Partyboot, Legionäre mit Legionellen, ne Dicke Kogge und den ersten Skatepark Schottlands.

Dann macht Janny noch aus der kalten Hose die Geschichte des Skateboarding und Unsinn entführt uns wieder nach Bremerhaven mit Lokalkolorit.

Mehr musikalischen Kontext zu unseren Folgen findet Ihr hier auf Spotify:
https://open.spotify.com/playlist/3V4...
Den aktuellen Popkultur-Kontext und viele andere Videos gibt es in dieser Playlist:
https://www.youtube.com/watch?v=QpIAKV0OMYQ&list=PLZgnFFgLv7g-AoQi_9mRgbVrLrpVqXUKP


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Caleb Williams the Conquerer:

Quasi überlegt, wie der Imperativ im Präteritum geht. Also natürlich geht der Imperativ im Präteritum nicht, aber wenn man sich Sportübertragungen aus der vergangenen Nacht anschaut dann fiebert man mit und möchte den Leuten sagen, dass sie sich doch bitte jetzt anders verhalten mögen

Janny:

gehabt, haben, hätten, gehabt, haben, hätten, sollen

Caleb Williams the Conquerer:

Stoppt mit sie jetzt!

Janny:

okay, wir fahren mal ab

Caleb Williams the Conquerer:

war ganz aufregend,

Janny:

ach ne, wir fahren nicht ab doch, wir fahren ab Abern Sie mich nicht mit Güte an, sondern folgen Sie mir ins Klassen Immer. Geschichte ungenügend. Ein heiterer Podcast zu Geschichte und Popkultur mit Abel Xavier Unsinn und Janni Imhoff. speziell mit einer kleinen Jahresanfangs-2026-Sonderfolge von Geschichte ungenügend. Na so wild wird's nicht. Du brauchst schon nicht gestikulieren. Er meint jetzt hier den Schrei nach. Irgendwann kommen wir auch mal mit Video, dann seht ihr den Abel auch mal. Denn der ist wieder dabei, wie jedes Mal, mein Dauergast Mithistoriker und all-around guter Typ, Abel Xavier Unsinn Hallo! Hallo

Caleb Williams the Conquerer:

Hallo Janni, vielen herzlichen Dank, dass du mich jetzt hier offensichtlich in eine Sonderfolge reinschmeißt. Ich bin gespannt.

Janny:

Und so besonders wird es auch nicht. Was wir vorwiegend machen, ist, dass ich alle paar Wochen euch und Abel eine Geschichte erzähle auf die Abel nicht vorbereitet ist. Das haben wir ähnlich. Er ist vollkommen unvorbereitet diese Woche mal wieder. Aber ich habe nicht ein Thema heute, sondern wir machen ein kleines Potpourri zum Jahresabend Einstieg. Ja, normalerweise packe ich mir immer ein sehr wildes.

Caleb Williams the Conquerer:

glaube ich von vielen Leuten. Ach nee, der hieß anders.

Janny:

Der hieß Bernhard und Bianca, oder?

Caleb Williams the Conquerer:

Nee, Ratatouille, dachte

Janny:

Ah, der ist der von Disney?

Caleb Williams the Conquerer:

so ähnlich. Äh ich weiß es nicht. Pixar, halt. Was weiß ich denn, wer der wem gehört?

Janny:

Das gehört alles jetzt irgendeinem Fond, glaube ich so einem norwegischen Fischfond. Renten und Fischfond.

Caleb Williams the Conquerer:

So ein Rinderfond, genau.

Janny:

Okay.

Caleb Williams the Conquerer:

ja, ja ja.

Janny:

Genau. Und dementsprechend nähern wir uns auch nicht wie sonst irgendwie auf einer falschen Fährte dem eigentlichen Thema, sondern ich gehe ein paar schöne Sachen durch und wir kehren mal zurück zu unserer Origin-Story gewissermaßen Wie haben wir angefangen Indem wir bei einem anderen Podcast einfach geklaut haben. Und das möchte ich diese Woche auch mal machen.

Caleb Williams the Conquerer:

werden jetzt Zeitungen aufgeblättert? Hast du so einen Raschelsound?

Janny:

Äh nicht ganz. Das ist, was ihr immer macht in eurem anderen Podcast, dass ihr so das Kicker-Sonderheft durchblättert oder?

Caleb Williams the Conquerer:

Ja genau

Janny:

Und dann ein bisschen daraus vorliest. Ja, nein, nicht ganz. Ich klaue bei einem Podcast, den ich sonst gerne mal im Urlaub höre. Und zwar sind das Stuff You Missed History Class. Die habe ich immer mal wieder erwähnt. Das sind so die Granden. Die sind schon irgendwie 150 Jahre dabei im Podcast-Business. Und was ich immer super gerne bei ihnen höre ist so eine Rubrik die heißt Unearthed Und das klauen wir heute einfach mal. Wir machen das nämlich auf. Wir machen heute den 20. 25 Archäologie Roundup mit meinen Lieblingsfunden des letzten Jahres.

Caleb Williams the Conquerer:

Das ist ja quasi rechts ab meine Abzweigung hoch.

Janny:

Ja, ich weiß, denn Archäologie ist auch dein Steckenpferd aber da hast du auf jeden Fall auch Affinität zu und ich finde es ja immer ganz spannend, weil wir gerade die letzten Folgen haben wir ja immer mal wieder über dünne Quellenlage gesprochen und wie sowas dann mitunter halt auch Durch archäologische Quellen supplementiert ist und man auch gerade durch archäologische Quellen, gerade so durch Alltagsgegenstände etc. einfach nochmal viel mehr über das Leben der Menschen erfahren hat und nicht nur über die Kräte des Königs oder wer auf den Münzen drauf war. Ist dir, ich frage einfach gleich mal vorneweg, ist dir irgendwie was aufgefallen im letzten Jahr? Ein archäologischer Fund, der durch die Presse ging, wo du gesagt hast, oh, das ist spannend.

Caleb Williams the Conquerer:

Ja, das gibt es immer mal wieder, so kleinere Geschichten wenn dann hier mal wieder irgendwelche Leute irgendwie so ein nordisches Schwert ausbuddeln, irgendwo in Dänemark oder irgendwelche Bremer Kinder in einem Kindergarten irgendwelche römischen Münzen finden, wo ich mich frage, hä, wo kommt die denn jetzt bitte her? Aber ob das jetzt alle 25 war, das kann ich jetzt irgendwie nicht mehr so sagen.

Janny:

den Münzen Ich glaube, ich weiß jetzt auch, wie wir aufs Thema gekommen sind. Zu Weihnachten gab es nämlich hier einen Metalldetektor. Ja, die bisherige Ausbeute, irgendwie glaube ich 72 Cent, reichlich Nägel und einen Zelthering vom Elbstrand.

Caleb Williams the Conquerer:

Und wo, am Elbstrand wurde bisher gesucht.

Janny:

Im Elbstrand Spielplätze ein paar Sachen kann ich jetzt hier im Internet nicht laut sagen. Ich glaube, in Schleswig-Holstein gibt es nämlich sehr krasse Regelungen die das Sondellen und es sollte viel mehr Regelungen geben, das Wort Sondellen nicht benutzen zu dürfen.

Caleb Williams the Conquerer:

finde es ein sehr gutes Wort.

Janny:

Sondellen? Nein.

Caleb Williams the Conquerer:

ja nicht da irgendwie dann die archäologischen Städten kaputt machen, nur weil du da irgendwas findest und dann machst du alles kaputt weil du gierig da reinbuddelst in Hoffnung einen Goldschatz auszugraben oder irgendwie das Bernsteintimmer zu finden. Wobei, Bernstein findet man damit gar nicht, ne?

Janny:

Es sei denn, es liegt noch haufenweise Goldschatz im Bernsteinzimmer aber da weiß ich gar nichts drüber. Aber weil wir ja auch immer in Geschichte ungenügend maritim sind und Schiffe ja auch immer, das ist dann weg, das wird konserviert am Meeresboden und dann taucht es wieder, also nicht sprichwörtlich wieder auf, aber es taucht wieder auf und da habe ich auch zwei Sachen. Dann fangen wir hier einfach mal gleich an, denn das ist gar nicht so lange her.

Caleb Williams the Conquerer:

Ich hab auch was

Janny:

Ja, super. Dann vielleicht mache ich erstmal hier die Entdeckung aus dem Hafen von Alexandria im heutigen Ägypten die in eine spektakuläre Entdeckung und zwar wurde ein Schiffsgerippe gefunden vom Team des Unterwasserarchäologen Frank Goddio, Frank Goddio, Frank Goddio. Keine Ahnung. Ja, ich weiß, ein Schiff im Hafen Potz Blitz, ja, außergewöhnlich Aber dieses Schiff weist einige Besonderheiten auf. Bei einer vermuteten Länge von 35 Metern also das ist schon ein ganzes Stück, und einer Breite von 7 Metern geht das Team um Goddio davon aus, dass man sowas gefunden hat, wie ein, ja, alexandrisches Partyboot. Und er leitet das her, daraus, das fand ich irre spannend, weil hier haben sie nämlich mal den direkten Zusammenhang zwischen einem archäologischen Fund und einer Schriftquelle und zwar ist das, der antike Geograf Strabon oder Strabon und ja, deshalb, ich habe hier die britische Übersetzung von 1903, weil wie die deutsche Übersetzung die letzte verfügbare auf der Seite der Bayerischen Staatsbibliothek kaputt ist. Wenn ihr die Bayerische Staatsbibliothek seid und einen Podcast sponsern wollt... Dann kümmert euch erstmal um eure eigene, macht mir erstmal euren Strabon heile. Und Strabon sagt dann, der berichtet über... Über Partykreuzfahrten in Bohnenanbaugebiete. Ich zitiere. The Bean Grounds presented an agreeable site and afford amusement to those who are disposed to recreate themselves with convival feasts. The entertainments take place in...

Caleb Williams the Conquerer:

Convival ja. Vielen Dank.

Janny:

ist und wie diese Blätter sich da verhalten, aber das ist sozusagen eine Herleitung. Die Leute fahren mit jetzt nicht unbedingt hochseetauglichen Schiffen, sondern halt eher so Ausflugsdampfern irgendwo hin, wo es was Landwirtschaftliches gegeben wird und dann wird gefeiert. Also Convival Feast ist einfach eine Party, ja.

Caleb Williams the Conquerer:

Ja, ja, und dann haben sie Ruhe und dann haben sie auch noch ihre, wie sagt man dazu, Kabinen damit sie sich da orgiastisch zurückziehen können. Das ist ja alles sehr wild.

Janny:

genau auf diesem Partyboot dann, passiert ist, da haben wir dann nicht viel dazu. Das andere...

Caleb Williams the Conquerer:

party

Janny:

Ja, ganz genau, die andere Theorie von Gordio und seinem Team ist, dass es sich um ein Boot für eine rituelle Bootsfahrt zum Isis-Heiligtum handelt, aber sowas ist ja dann halt auch und das fand ich sozusagen spannend, es ist wie immer bei Geschichte ungenügend es gibt nichts Neues, so zum Beispiel auch den Ausflugsdampfer, gut, der dampfte nicht, den musste wahrscheinlich einer paddeln,

Caleb Williams the Conquerer:

Und die Everglades gab es halt damals auch schon in Ägypten Krokodile hier wie da und auch wenn die einen wie so quadratisch sind und die anderen haben eine spitze Schnauze und ähnlicher Zweck die Reichen und Schönen haben dann halt Zeit gehabt mit ihren Kumpels und Kumpelinen da irgendwie in die schönen Ecken abzudampfen und sich eine gute Zeit zu machen.

Janny:

anscheinend das ist zum...

Caleb Williams the Conquerer:

die dann am Montag kommen, die Bohnenbauern wieder und oh, da war der, der Sepsus war schon wieder hier, die haben sich wieder

Janny:

Wie sieht's denn hier wieder aus? Und ja, das ist erst aus dem Dezember, das heißt, wir bleiben gespannt. Es kann nochmal was passieren, vielleicht finden Sie nochmal was drumherum. Ja, erstes Jahrhundert nach Christus hatte ich gesagt, und tatsächlich schon relativ groß, aber da das Ding nicht wirklich Tiefgang hatte, war das rein für, so ein bisschen Flusskreuzfahrt. mit der Köln-Düsseldorfer, äh schön nach Andernach.

Caleb Williams the Conquerer:

Ja, ja, sehr

Janny:

So, dann haben wir, und nehmen wir noch ein Ad, so, ähm genau, das war jetzt mal wieder so eine, ja, etwas, unmethodisch äh, Bogengespannt von der Moderne in die Vergangenheit und, ähm Ich glaube, das können wir auch bei unserem zweiten Fund machen. Wir bleiben ungefähr in der Zeit. führt uns aber in einen anderen Teil der antiken Welt und es wird etwas kälter und etwas regnerischer. Wir sind jetzt am Hadrianswall.

Caleb Williams the Conquerer:

Ich wollte gerade sagen, kalt und regnerisch das kann nur ein Ort in der Antike sein.

Janny:

Möchtest du mir was über den Hadrianswall sagen?

Caleb Williams the Conquerer:

Nur, dass das immer, wenn man über irgendwelche Römer hört, die da erzählen von, dass sie irgendwie am Hadrianswall dienen mussten, ist das immer irgendwie als wenn Leute irgendwie für 150 Jahre in die Hölle geschickt werden.

Janny:

Ass...

Caleb Williams the Conquerer:

es dann wirklich Leute, die aus vielleicht dem alten Latinum da irgendwie kommen und dann plötzlich in diese schottische Regenwelt voller Kälte Matsch und nix, ist glaube ich schon ein hartes Brot.

Janny:

Oder was belegbar ist, es klang ja so, als hättest du haufenweise Berichte von Legionären gelesen, die am Hadrianswall rumstanden.

Caleb Williams the Conquerer:

Vielleicht habe ich, ich lese ja gerne mal so Gute-Nacht-Geschichten aus der Archäologie zum Wegnicken und sowas kommt, irgendwas war da auch mal, also die buddeln da auf jeden Fall immer mal wieder so Befestigungsanlagen aus, aber was das kommt bei dir, weiß ich nicht.

Janny:

Ja, es kommt eine Militäranlage, so ein Befestigungssinn, und zwar hat ein Archäologenteam der Universität Cambridge im römischen Militärlager Vindolanda neue Funde gemacht. insbesondere bekannt ist Fundstätte, da wurden viele Holzbretter mit reingeritzten Schriftstücken gefunden und konserviert. Vielleicht sind das deine Leute, die sich über den Regen beschweren. Aber wir haben neues, auch anderes organisches Material aus der Zeit in Vindolanda

Caleb Williams the Conquerer:

Ja.

Janny:

Englands Schottlands und ist sozusagen von Ost nach West, durchtrennt er diese britische Insel, war aber jetzt nie wie eine offizielle Grenze zwischen England und Schottland, sondern so ein Römerding, um sozusagen die Barbaren da wegzuhalten und auf der anderen Seite war dann das Römische Reich und man war zivilisiert Und wie zivilisiert man war?

Caleb Williams the Conquerer:

bleiben.

Janny:

No Picts no Dogs, no Irish.

Caleb Williams the Conquerer:

Genau

Janny:

Und ja, man war so zivilisiert, dass Ein interdisziplinäres Team von Forscherinnen und Forschern hat des Sediments von der Latrine, also die Latrine führte vom Feldlager zum nächsten Bach und da wurde dann tatsächlich erhaltenes organisches Material gefunden und das ist natürlich wenig überraschend dass in der Latrine sich organisches Material befindet und Und die Funde bedeuten aber nichts Gutes für die damaligen römischen Legionäre. Ganz

Caleb Williams the Conquerer:

Achso, da haben sie da irgendwelche wie heißt es Ungewollte Bewohner der eigenen Körper gefunden.

Janny:

genau. Und wer das nicht so gut haben kann, überspringt jetzt mal so sechs, sieben acht Minuten. Ich gehe nicht allzu sehr ins Detail, aber wer Würmer hat, ist nie allein.

Caleb Williams the Conquerer:

Ja.

Janny:

Und zwar haben wir gefunden, die, nicht wir, also haben die gefunden, die DNA von dem klassischen Spulwurm.

Caleb Williams the Conquerer:

Ja.

Janny:

die DNA von Fadenwürmern, die sind ein bisschen kürzer und ein bisschen gemeiner Und wir haben die DNA gefunden von Giardia duodenalis, einem einzelligen Geißeltierchen. Und du darfst dreimal raten was alle diese drei Bewohner machen.

Caleb Williams the Conquerer:

Im Darm sitzen und sich da irgendwie den Körper zerfressen

Janny:

Ja genau. Und das führt dann halt. Ja, also das zieht sich ja immer so unbewusst oder unterbewusst Ich weiß jetzt gar nicht welches da das richtige Wort ist durch die Geschichten die ich hier auspacke. So immer, wenn wir so über Heere Militär oder seien es auch Schiffsbesatzungen oder Menschenmengen sprechen und wir. Denken diese hygienische Situation ja vielleicht immer so ein bisschen mit. Jeder Mensch muss was essen, jeder Mensch muss aufs Klo gehen in der Geschichte und ja, ich weiß gar nicht, wann in der Weltgeschichte das erste Mal irgendjemand nicht irgendwie sich unter Krämpfen den Bauch gehalten hat und gerannt ist.

Caleb Williams the Conquerer:

Ja, ja, ja.

Janny:

So, Zitat auf Englisch von der Forschenden. The presence of the fecal-oral parasites we found suggests conditions were ripe for other intestinal pathogens such as Salmonella and Shigella, which could have triggered additional disease outbreaks. Ja, also das waren nicht die einzigen Magendarmgeschichten die man da haben konnte, aber es waren jetzt neu gefundene Magendarmgeschichten. ist auch nicht der erste Fund von irgendwelchen Gesäßtierchen. Nämlich in Österreich, in Falkenburg am Rhein in den Niederlanden und in Beersden in Schottland, da wurden ähnliche Tierchen gefunden.

Caleb Williams the Conquerer:

logisch.

Janny:

Jetzt wird es nochmal interessant, wo man auch was über die Sozialgeschichte lernen kann durch Parasiten, nämlich dass so städtische oder so eher urbane Fundstätten wie London oder York, die ja zu der Zeit ja auch schon eine gewisse Größe hatten, wurden mehr und andere Parasiten gefunden in den Latrinen, so Bandwürmer, die du sonst auch in Fisch und Fleisch findest. Also das heißt, im Urbanen war die Ernährung eine andere, am Hadrianswall gab es Gerstenslopp und Fadenwurm.

Caleb Williams the Conquerer:

waren aber vielleicht, ja, ich versuche auch gerade eine Theorie mir aus dem Kopf, aus dem Hintern zu ziehen,

Janny:

Ja,

Caleb Williams the Conquerer:

ist jetzt, warum da so Unterschiede existieren, weil ich meine, die hygienischen Bedingungen, Dürften bei beiden schlecht gewesen sein. Die einen wegen der Enge der Leute und die andere wegen der Enge der Leute.

Janny:

Du kennst doch aus den vielleicht auch mal wie hier Mary Beards Rom-Archäologie-Serie oder so geguckt oder ist das sogar auch in der HBO-Serie, wo das römische Klopapier gezeigt wurde, so ein Schwamm am Stock. Der war dann halt auch für eine Zenturie sozusagen, ja. Gesäß und Zahnbürste, Ich fand es auf jeden Fall ganz spannend, dass wir aus dem Klo was lernen über, wie haben die Menschen gelebt wie haben sich die Menschen ernährt und zwar nicht gut.

Caleb Williams the Conquerer:

Ja, es ist wieder mal, ich finde, ja

Janny:

Vielen

Caleb Williams the Conquerer:

man ja auch so interessant findet, weil es nämlich dann ein ganzes Bild zeichnet, weil natürlich in der ganzen Unterhaltungs-, Archäologie, Geschichte von Asterix bis Spielfilme sieht man ja auch dankenswerterweise nur Ausschnitte des Lebens damals und auch idealisierte Ausschnitte, wogegen ich gar nichts habe. Das muss ja nicht immer realistisch sein, aber das zeichnet dann eben ein Bild im Kopf von einer Welt, die dann in Wirklichkeit eben doch ganz anders aussah und eben viel düsterer und dreckiger war in so großen Teilen zumindest für große Teile der Bevölkerung und da kriegt man dann eben ein realistischeres Bild, wenn man sowas mitkriegt. Punkt.

Janny:

Das ist sehr richtig und sehr gut beobachtet. Das Wildschwein muss ja auch irgendwie aus dem Gallier wieder raus.

Caleb Williams the Conquerer:

Sehr schön,

Janny:

waren meine beiden antiken Funde und jetzt kommen wir zum Mittelalter und wir gehen zurück in die Seefahrt und dafür müssen wir nach Dänemark

Caleb Williams the Conquerer:

Oh ja, aha.

Janny:

35.000 BürgerInnen der Stadt Wohn- und Arbeitsplatz werden soll und Kopenhagen zum einen vergrößern in Richtung mehr und dann aber auch die schlimmsten Auswirkungen der aktuell stattfindenden und sich stetig verschlimmernden Klimakatastrophe schützen soll, insbesondere vor Sturmfluten.

Caleb Williams the Conquerer:

Okay, auf jeden Fall da buddeln sie da, da schütten sie irgendwie eine Insel vor der Stadt auf damit es da besser geschützt ist

Janny:

Genau. Und wie immer, wenn irgendwo ein ambitioniertes Infrastrukturprojekt anläuft... Wird gebuddelt, da muss man sogar eine ganze Menge buddeln, weil man möchte eine künstliche Insel erschaffen und das heißt, es wird erstmal dann halt, dann kommen erstmal die Wissenschaftler und es wird ein bisschen sondiert und man findet dies oder jenes Und ich kenne es ja, ich komme ja aus dem Rheinland und da ist ja auch so in Köln immer, wenn da ehrgeizige Infrastrukturprojekte laufen, hat man immer halt schon Angst, beziehungsweise man weiß, da kommt jetzt irgendwie wieder was aus der römischen Vergangenheit der Stadt zutage und dann erst mal dreieinhalb Jahre Baustopp. Dann geht der Bagger weg und dann kommen so drei Studis mit einem Handfeger

Caleb Williams the Conquerer:

Ja,

Janny:

und wir

Caleb Williams the Conquerer:

sind weniger römische Überreste, sondern da kommen dann irgendwelche Wikinger-Münzen raus, oder was?

Janny:

ein bisschen später und wir finden in 13 Metern Tiefe ein ganz, ganz dickes Ding Und zwar die größte Kogge aller Zeiten.

Caleb Williams the Conquerer:

Ach, das ist ja, die Kogge ist ja, das ist ja mein, meine meine quasi Initiationsritus zur Archäologie.

Janny:

Ja bist du interessiert am Big Cog? Ja.

Caleb Williams the Conquerer:

aber da habe ich doch garantiert schon mal erzählt, dass im Jahre 1900, vielleicht sogar ziemlich genau um meine Geburt herum, irgendwann in den 70er Jahren, wurde ja irgendwann in der Weser im Watt eine große, ziemlich gut erhaltene Kogge gefunden. Kogge halt so Handelsschiff aus dem 13., 14. Jahrhundert, wenn ja täuscht. wegen dieser Kogge haben sie

Janny:

Hm

Caleb Williams the Conquerer:

war das natürlich eine absurde

Janny:

Vielen Dank.

Caleb Williams the Conquerer:

das alles nicht so richtig was gebracht mit diesem Plastizin-Zeugs und jetzt liegt sie da weiter irgendwie rum in Omerhaven. Aber war spannend, die Kogge. So, und da haben sie auch eine gefunden.

Janny:

Zwar ist die größer als deine Bremerhavener Kogge sagt zumindest der Artikel. Ja, die wird auf das Jahr 1410 datiert und ist für eine Kogge in der Tat ziemlich groß, nämlich 28 Meter lang. 9 Meter breit und 6 Meter hoch und die geschätzte Ladekapazität das ist das falsche Wort, da gibt es einen Fachbegriff garantiert, sagt ihn uns, schreibt ihn uns bei YouTube oder ja und zwar sind es 300 Tonnen Cargo Capacity 300.000 Kilogramm ja. Und da siehst du einfach, da fing sozusagen auch nicht nur der Handel und Transport von Wertgegenständen sondern es wurde plötzlich auch erschwinglicher, so... Also günstige Sachen zu verschiffen wie Holz, Salz, solches Gelöt, also alles was so Güter.

Caleb Williams the Conquerer:

Ulpenzwiebeln

Janny:

Ja, das kommt später dann. Also sonstige Funde drumherum, Töpfe, Messer Gabel Holzschüsseln Schuhe, Rosenkranz, Reste von Fisch und Fleisch und Fässern und Stöcker für Stöckerfisch, wie man in Hamburg sagt. Und das Schiff wurde benannt Svelget 2. Und genau, jetzt werden sie auch...

Caleb Williams the Conquerer:

die Archäologen so genannt

Janny:

Ja, es war jetzt kein...

Caleb Williams the Conquerer:

Aufschrift auf

Janny:

Nee, es gab keine Aufschrift. Was es aber gab und was vorher noch nie gefunden wurde und was wir auch nur sozusagen aus literarischen Quellen und Bildern kannten ist, es wurde erstmals eine Kogge gefunden mit einem sogenannten Deckshaus. Im Englischen heißt das den Castle und das sind alles, was über dem Deck eines Schiffs nochmal oben drauf ist. Also mal mal ein Schiff, da malst erstmal den Rumpf und dann malst du hinten noch ein Häuschen

Caleb Williams the Conquerer:

Und das gab es vorher nicht.

Janny:

Das war vorher noch nicht gefunden gewesen geworden geworden.

Caleb Williams the Conquerer:

Ist ja auch irgendwie vielleicht realistisch dass wenn ein Schiff so eine dermaßen Ladekapazität hat, ist es vielleicht auch für weitere Reisen ausgelegt und dann will man halt vielleicht auch nicht die ganze Zeit unter dem offenen Sternenhimmel sich voll regnen lassen, sondern vielleicht mal der Kapitän und sein erster Mart zumindest mal ein Dach über dem Kopf. Irgendwie sowas.

Janny:

Vorher hat man halt einfach unter Deck quasi geschlafen und jetzt gab es eben diesen Aufbau es schafft halt unter Deck halt einfach noch mehr Ladeplatz und dadurch, dass die Dinger dann so schwer sind und so hoch sind und so einen Tiefgang haben, kannst du auch oben was drauf bauen, ohne dass dir das Ding seitlich umkippt Ja, zweite Besonderheit, hatte ich mir auch vorher nie Gedanken drüber gemacht. Ziegelsteine wurden im Wrack gefunden und die waren Teil eines gemauerten Ofens sodass man auf dem Schiff offenes Feuer haben konnte, ohne dass einem das Ding abbrennt.

Caleb Williams the Conquerer:

Ja, clever, brauchen wir ja auch.

Janny:

Ja, sonst hast du halt keine warme Mahlzeit an Bord du brauchst halt natürlich irgendwas nicht brennbares und Metallöfen, das dauert noch ein bisschen, aber die ersten Schritte zur Kreuzfahrt sind damit also getan.

Caleb Williams the Conquerer:

Ja, sehr

Janny:

momentan passiert dem Schiff, glaube ich das, was du auch beschrieben hast, nämlich wird das gerade konserviert und ich weiß nicht ob man dann einen Nachbau noch dahin dann stellt und zwar im Nationalmuseum in Brede soll das Ding dann mal stehen.

Caleb Williams the Conquerer:

Was ich da nur so zwischendurch, was mir gerade nur wieder eingefallen ist, was ich gefunden hatte, was mir gerade eingefallen war wie hast du da auch noch irgendwie was zu, aber es fällt mir gerade der Name nicht ein. das große Thema irgendwie, letztes Jahr war ja auch Doggerland, Doggerland kennt man ja so ein bisschen, der quasi als es vor, wann wartet, ich habe gerade die Zeit vergessen, ich glaube vor 3.000, 4.000 Jahren war ja irgendwie Meeresspiegel viel niedriger

Janny:

des ZDF, Vielen Dank.

Caleb Williams the Conquerer:

Norddeutschlands einfach mal die Küstenlinie immer viel unterschiedlicher. Und da haben sie doch jetzt, wie heißt denn das nochmal, haben die da doch vor Nordfriesland wieder so Überbleibsel von Siedlungen gefunden im Watt Und es fällt mir gerade der Name nicht ein, runghold, so, das habe ich gesucht

Janny:

Willst da nochmal einen Satz draus machen?

Caleb Williams the Conquerer:

Ja, nee, das ist vielmehr bloß ein Die haben irgendwie das Sagen um Wobene Runghold Da gefunden, das war halt eine größere Ortschaft

Janny:

Vielen

Caleb Williams the Conquerer:

Mittelalter oder da eben an der Nordseeküste und

Janny:

Dank.

Caleb Williams the Conquerer:

aber nach und nach wird das schon irgendwie klarer, dass es da was gibt.

Janny:

Okay, ich glaube, mir sind es gerade im Kopf, dass das mittelalterliche Rungholt und das ur- und frühgeschichtliche Doggerland sind mir gerade durcheinander geraten. Ich glaube, deshalb habe ich das verpeilt.

Caleb Williams the Conquerer:

sind zwei verschiedene Dinge. Die sind bloß von der Gegend her entfernt verwandt

Janny:

Adet, machen wir nochmal einen Zeitsprung denn... Ich möchte zu meinem absoluten Highlight, wo ich auch gestutzt habe und gesagt habe, ach ja, krass. muss es ja auch geben. Wir sprechen zum Abschluss der Folge jetzt nochmal über moderne ja, ich will sogar sagen zeitgeschichtliche Archäologie.

Caleb Williams the Conquerer:

Ich bin gespannt. Jetzt kommst du wieder mit deiner Torte aus dem Zweiten Weltkrieg.

Janny:

Und noch moderner tatsächlich. Wir haben in irgendeiner Folge, als wir über Fußnote zu unserer Mumien-Folge haben wir mal über eine mumifizierte Nusstorte aus einer Bombennacht aus dem Zweiten Weltkrieg aus Lübeck gesprochen. Hört es nochmal, die ist lustig die Folge. Ich habe was ähnliches Und zwar müssen wir jetzt nochmal unseren geschundenen Darm aus der Latrine holen und den Hadrianswall überqueren Denn unser Big-Cog-Party-Boot liegt an im Kelvin Grove Park in Glasgow.

Caleb Williams the Conquerer:

Okay.

Janny:

Warst schon mal in Glasgow?

Caleb Williams the Conquerer:

Ja. Ich habe wenig Erinnerungen dran, weil es schon sehr lange her ist. Ja,

Janny:

irgendwie zum...

Caleb Williams the Conquerer:

eine Stadt. Ich interessiere mich für Glasgow, aber nein, ich kenne mich da nicht aus. Nicht zum Archäologisieren.

Janny:

Ja, nee, also das wäre jetzt auch sehr random gewesen, wenn man da hinfährt, vielleicht ja für irgendwie Rundreise oder Fußball.

Caleb Williams the Conquerer:

Genau,

Janny:

Ja. Nee, dieser Kelvin Grove Park, da wurde, also von wegen Fußball, da wurde 1872 ein völlig unbedeutender Fußballverein mit fragwürdiger Haltung und schrecklichen Fans gegründet in diesem Park. Aber darum geht es heute nicht. Den Park gibt es seit den 1840ern und es ging darum, dass man bei einer Westlichten einer Expansion glaskoß nach West Um neue Erholungsmöglichkeiten für diese neuen Stadtviertel die auch eher so bürgerlich angelegt waren. Da wollte man den Leuten mal was zum Flanieren und zum vor die Tür gehen geben. Aber dieser Park geht auch mit der Zeit und im Mai 1978 wurde dort der erste Skatepark Schottlands gegründet

Caleb Williams the Conquerer:

Bei 1978, alles klar, Ausflug in die Geschichte des Skateboardens machen? Das hatten wir noch nie. Verstellt sich mir die Frage, wann eigentlich jemand auf die Idee gekommen ist, ein Surfboard an Land zu machen. Hast du da eine Idee?

Janny:

Okay ich bin

Caleb Williams the Conquerer:

der Geburt von... Ne.

Janny:

Ich bin nicht hundertprozentig sattelfest. Ja, es gibt so, fangen wir mal die Uhr herleit, ich mach's auch kurz, 50er 60er Jahre mit dem Entstehen von so einer Surfkultur, was macht man, wenn keine Wellen da sind, man packt sich vielleicht Rollen unter und es hat sich sowas wie so ein ja so ein, Das Surfen auf der Straße etabliert Man ist gerade ausgefahren, man ist in Schlangenlinien gefahren und die Art des Skateboarding, wie junge Leute da irgendwie einen schönen Sport draus gemacht haben, ist, dass man halt so Figuren gefahren ist und so zum Beispiel so ein Handstand auf dem Skateboard oder eine Hocke auf dem Skateboard. Das war so die erste Phase. Dann haben wir es jetzt hier mit sozusagen der zweiten Phase des Skateboarding und dem ersten großen Hype der Mitte bis zweite Hälfte der 70er Jahre auch wieder aus den USA getrieben worden. Da haben dann kalifornische Teenager angefangen, es war auch glaube ich irgendwie gerade Wirtschaftskrise, das heißt viele so kalifornische Bürgerinnen und Bürger konnten ihre Pools nicht mehr befüllen oder haben ihre Pools nicht mehr befüllt und in diesen leeren Swimmingpools wurde gewissermaßen das Skateboarding ein zweites Mal neu erfunden. Und das ist dann mit so Namen wie Stacy Peralta, Tony Alva, Jay Adams oder Gesichtstätowierte verbunden. Und die bringen diesen Skateboarding dann in die vertikale Ebene. Und das wird dann halt ein globaler Hit bei Teenagern. Und dieser, ich komme mal zurück zum Skatepark, dann machen wir gleich noch ein bisschen Skateboarding-Historie

Caleb Williams the Conquerer:

Ja.

Janny:

Das war ein offizielles Ding der Stadt, also vom City Council. Das war umzäunt. Man konnte für 1,80 Pfund kostete da die Tageskarte, nach heutigem Geld circa ein halber Cent. Und... Du kannst dir den nicht vorstellen wie heute einen modernen Skatepark. Also es fehlen alle Hindernisse die den öffentlichen Raum nachbauen wie so Treppenstufen oder Geländer

Caleb Williams the Conquerer:

Ja, es gab also quasi also halbe Pfeifen gab es dann schon, ja

Janny:

Das kann ich dir nicht sagen, aber was es auf jeden Fall gab waren so, war so ein Betonschlangen in den Boden eingelassen also sozusagen ging es in die Ging es nach unten in die Bowl und die waren dann auch teilweise einfach so länger, sodass du quasi nicht wirklich irgendwie nicht nur hin und her gefahren bist, sondern eine Strecke den Berg, nicht den Berg runter, aber du bist halt sozusagen in das Loch gefahren und dann ging es auch dann wieder raus. Ich glaube, wir müssen mal ein bisschen Videomaterial oder Bildmaterial verlinken. Ich

Caleb Williams the Conquerer:

Olympia wird das genutzt für Skateboard-Wettbewerbe so ein Ding. Die zumindest auch immer so Schlangen-Dinger.

Janny:

habe mir das olympische Skateboarding tatsächlich noch nicht angeguckt Weiß ich nicht. das...

Caleb Williams the Conquerer:

aber gespannt auf die

Janny:

Ja, es wurde groß investiert 1978 wird dann auch prompt die erste schottische Skateboard-Meisterschaft dort ausgetragen und man hat wirklich viel investiert in diesen Skatepark. Das ist jetzt hier der Hype das machen jetzt die Kids. Ja, fünf Jahre später machen die Kids das nämlich nicht mehr. Da ebbt der große Skateboarding-Hype nämlich erstmal ab. Und diese neue Generation, das ist dann vielleicht eher so verbunden mit Skatern wie Rodney Mullen oder so, die dann so einen Straßenstil entwickeln Das kennst du, glaube ich eher, wo dann so über Treppengeländer gegrindet wird und an Sachen entlang und so Kickflips gemacht werden, wo sich das Board sich mal dreht. Das ist dann sozusagen wieder eine Weiterentwicklung des Sports. Und das passiert dann aber nicht mehr in diesen Skateparks, sondern überall da, wo dann gleich der Security-Mann kommt. Und so wird nach nur fünf Jahren, nach seiner Eröffnung wird dieser Skatepark geschlossen und ja mei dann machst du halt was machen dann die Kids, die springen über den Zaun so, und was machst du dann als Stadtverwaltung wenn die Kids da über den Zaun springen das

Caleb Williams the Conquerer:

Tauern höher bauen.

Janny:

Ding wird zugeschüttet

Caleb Williams the Conquerer:

Ach was? Wie, hä? Weil bevor die da Spaß haben, soll da keiner...

Janny:

Aus Sicherheitsgründen weil genau, das Ding wurde ja dann auch nicht mehr gepflegt, das Ding war dann rissig und an Selbstverwaltung war da glaube ich auch irgendwie nicht zu denken. Ein paar Jahrzehnte später wird in der Nähe dieser alten Städte ein neuer moderner Skatepark Und so hat letztes Jahr ein interdisziplinäres Projekt der Universität Glasgow angefangen diesen Skatepark auszugraben und zu beforschen. ZeitzeugInnen sind aufgefordert Bilder und ihre Oral History aus diesem Skatepark zu teilen. Ja, also ich finde das alles in allem einfach absolut wunderschön weil das die wissenschaftliche Beschäftigung mit irgendwas ist, was so halt krass Alltagsgeschichte ist und aber halt auch so wirklich irgendwie Kinderkram und vermeintlich rebellisch, aber das ist halt jetzt irgendwie einfach Teil der Alltagsgeschichte da geworden. raus. Es gab jetzt, ich glaube diese Woche im Januar 2026 lief jetzt sogar noch eine Doku in der BBC, habe ich noch nicht sehen können, weil ich meinen VPN nicht auf den BBC-Player trimmen konnte. Ja Aber das hole ich auf jeden Fall noch nach. Aber es gibt noch ein paar andere, kürzere Videos von diesen Ausgrabungen. Und ein Ding ist, eine 40 Jahre alte, gefundene Schokoriegelverpackung lässt Schlüsse auf die Ernährungsweise der Skatenden zu. Gott sei Dank keine Fadenwürmer etc. gefunden, sondern...

Caleb Williams the Conquerer:

gerade sagen, Latrinen werden hoffentlich nicht untersucht.

Janny:

Nein, in dem Falle nicht. Aber ich fand es wirklich absolut bemerkenswert, dass so etwas ausgebuddelt wird. Und dann habe ich mir selber auch nochmal diese Chronologie angeguckt. So natürlich, was war in den frühen 80ern groß? Da erbte Skateboard ab und die Kids sind alle BMX-Räder gefahren. Ich erinnere das auch noch. Meine Heimatstadt hatte eine BMX-Bahn. Die dann aber auch nicht mehr da war. Also Archäologie übernehmen sie. Ich glaube, da stehen jetzt aber auch Häuser wo die war. Das war da am Rotter Spielplatz. Und da gibt es bestimmt auch noch ältere Videomaterialien Da wurden nämlich auch Turniere auch internationalerweise im BMX ausgefahren.

Caleb Williams the Conquerer:

Ja, sehr schön. Und heutzutage machen sie alles zusammen und obendrauf haben sie noch Rollers.

Janny:

Heute ist ja alles eins und ich weiß nicht, ob man sich da spinnefeind ist, wie die Skater auf die Stuntroller-Kids gucken. Mir ist das relativ wurscht Meine Kinder fahren dies und jenes und ich fahre alte Männer Longboard. Viel zu selten.

Caleb Williams the Conquerer:

Ja

Janny:

Ja, das waren meine drei Highlights aus dem Archäologie-Jahr 2025.

Caleb Williams the Conquerer:

Finde ich total hervorragend, das sollten wir häufiger machen Sowas gefällt mir sehr gut Äh gerade diese moderne Geschichte finde ich total toll. Also, weil, wie sich halt gerade so Stadtarchäologie, wie sich so ein Stadtbild verändert, wie man Sachen anders nutzt und dann aber trotzdem die vorherigeren Nutzungen irgendwie auch erhält, sowas finde ich halt, weil es ja so ein wichtiger Lebensraum für viele Menschen auch gewesen ist die dann ja einfach verschwinden notwendigerweise, aber irgendwie Erinnerungen ja daran hängenbleiben. Für sowas bin ich ja immer zu haben, gerade bei so Es

Janny:

Untertitelung des ZDF,

Caleb Williams the Conquerer:

deswegen finde ich das auch total interessant, was man da noch so rausfindet über so einen alten Skatepark, wo sicherlich auch einige Kids, die jetzt irgendwie alt sind, Bock haben, ihre Erinnerungen nochmal rauszukramen.

Janny:

Wir halten euch da auf jeden Fall auf dem Laufenden Wir machen jetzt hier das Paket mit unserem Archäologie-Rückblick wieder zu. Wenn ihr noch ein paar spektakuläre Funde habt, die euch dieses Jahr begeistert oder unterhalten oder verblüfft haben, lasst es uns gerne wissen. Untertitelung ZDF

Caleb Williams the Conquerer:

uns nämlich eine E-Mail schreiben an die E-Mail-Adresse geschichteungenoegen.gmail.com und dann könnt ihr mit uns in Kontakt treten. Das haben wir am Anfang zum ersten Mal seit 134 Folgen oder wie lange es uns jetzt gibt, glaube ich vergessen gehabt anzumerken.

Janny:

Ja, ich habe mir aber zwischendurch gedacht, Mensch, dann machen wir die Plugs und die Social Medias einfach am Schluss. Genau, wenn ihr noch, wie gesagt, wenn ihr noch archäologische Funde oder Skateboard-Historie... Die ich hier so runtergestümpert habe, wenn ihr da noch was zu ergänzen habt oder eure Lieblings-Schokoriegel aus den 70ern von den britischen Inseln teilen wollt. Ich glaube, die kann man nicht mehr gut essen. Dann macht das gerne in irgendwelchen E-Mails und Kommentaren und wenn wir dann in zwei Wochen wieder mit einer regulären Folge um die Ecke kommen und euch auch in diesem Jahr weiter unterhalten und bilden wollen und ihr, bleibt uns bitte gewogen, dir vielen Dank

Caleb Williams the Conquerer:

Danke, Janni.

Janny:

und ja macht's gut, tschüss hattest

Caleb Williams the Conquerer:

Tschüss.

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